Un año en Colombia

Ein Jahr in Kolumbien

 
10August
2014

Der letzte Eintrag - wieder Zuhause

Liebe Freunde,

das wird wahrscheinlich mein letzter Eintrag sein :(

Ich bin gut Zuhause angekommen und wurde von meiner Familie und meinen Freunden so toll in Empfang genommen! Es ist alles so wie immer - nichts hat sich großartig geändert. Das war am Anfang ein komisches Gefühl, da ich unterbewusst erwartet habe, dass sich irgendetwas verändert hat. Irgendetwas! Bei mir ist in diesem Jahr so unglaublich viel passiert, deshalb habe ich gedacht, dass sich Zuhause auch etwas getan hat. Aber nein ... es war, wie in eine alte Erinnerung oder einen Traum einzusteigen.

Was merkwürdig war in der ersten Woche, war der Umgang mit Deutschen, die ich nicht kannte - beim Arzt, beim Einkaufen, ... Alle gehen so seltsam kalt, distanziert und höflich miteinander um! Ich war das nicht mehr gewöhnt...aber langsam fange ich wieder an, mich auch so zu verhalten und das Ganze als normal zu empfinden. Die Erfahrung, seine eigenen Landsleute komisch zu finden, war echt interessant. Naja, ich hoffe, mir noch ein bisschen der kolumbianischen Offenheit und Herzlichkeit für mich bewahren zu können!

Ich vermisse auf jeden Fall schon meine Kolumbianer :( es ist noch nicht ganz so schlimm, ich bin mal gespannt, ob noch ein richtiger Tiefpunkt kommt.

Falls in der nächsten Zeit noch etwas passiert, was mit Kolumbien, dem Projekt oder einfach nur mit Freiwilligenarbeit zu tun hat, berichte ich euch :) Ich bin mal gespannt!

Bis dahin - passt auf euch auf! Und danke, dass ihr mich in dem Jahr begleitet habt!

25Juli
2014

Bald wieder da

Es sind noch 3 Tage....dann geht es los nach Hause. Ich freue mich - aber der Abschied ist wahnsinnig schwer.

28Juni
2014

4. Punkt: San Andrés

Die letzte Station war die Karibikinsel San Andrés. So wunderschön die Farbe dieser Strände! Unglaublich - ich konnte mir so etwas vorher nicht vorstellen.

Wir haben viel geschnorchelt, am Strand gelegen, waren tauchen und sehr lecker essen. Und das Hauptziel war: Entspannung.

 

Am Montag ging es dann schon wieder zurück nach Tunja, wo wir auch noch 2 tolle Tage verbracht haben, in denen Papa alle meiner wichtigen Freunde kennengelernt hat. Und er versteht jetzt, warum ich mich hier so wohl fühle :) Am Donnerstag habe ich ihn dann zum Flughafen gebracht, wir haben noch das Deutschlandspiel geguckt und dann ging es für ihn zurück nach Deutschland, für mich wieder zurück nach Tunja.

Es fehlen jetzt noch 4 Wochen! Die Zeit ist so verflogen...ich werde jetzt die letzten Tage noch genießen und dann freue ich mich auch auf Zuhause und auf euch alle!
Wir sehen uns bald :*

28Juni
2014

3. Punkt: Cartagena

Am Montag Morgen sind wir dann in die schönste Küstenstadt der Karibik gefahren mit dem Bus. Das tolle an der Stadt ist, dass noch viel von der alten spanischen Architektur erhalten ist. Eine wahnsinnig romantische Stadt, die einen an Urlaube in Italien und Spanien erinnert :)

28Juni
2014

2. Punkt: Santa Marta, Ciudad Perdida und Parque Tayrona

Die zweite Station war die Küstenstadt Santa Marta, in der wir Sonntag Abend angekommen sind. Es ging dann erstmal ins Hostel und dann haben wir uns abends noch an der "Strandpromenade" (ist leider nicht so schön) mit Doro und ihrer Schwester getroffen. So toll dieses Klima! Es waren so um die 27 Grad abends - einfach perfekt. Tagsüber ist es aber ein bisschen zu warm dafür ;)

Am Montag Morgen ging es dann direkt los zur Tour de la ciudad perdida (Tour der verlorenen Stadt) - eine Wanderung durch den kolumbianischen Urwald zu einer vergessenen Stadt der indigenen Bevölkerung. Die Tour hat 4 Tage gedauert und es war eine wirklich neue Erfahrung: 6-8h Wanderung am Tag bei 30-35 Grad Temperatur und einer Luftfeuchtigkeit von 80% ungefähr - es ist genauso wie im Tropenhaus im Zoo! Ich habe so viel geschwitzt, wie noch nie in meinem Leben und die Klamotten waren die ganze Zeit über nass von deinem eigenen Schweiss. Aber es hat Spaß gemacht :) Vor allem abends in den Flüssen zu schwimmen, von Felsen reinzuspringen und einfach nur das kalte Wasser zu genießen.
Am 3. Tag sind wir dann morgens zu der verlorenen Stadt aufgestiegen - 1400 Stufen. Diese Stadt ist wahnsinnig beeindruckend, denn überall schwingt der Geist der alten Kultur mit. Unser Führer war ein Indigena und konnte uns viel über seine Kultur erzählen. Zum Beispiel glauben sie, dass früher die alten Menschen nicht gestorben sind, sondern in einem bestimmten Wasserfall baden mussten, um dann als 12-jährige Kinder wieder aufzutauchen. Echt interessant!

 

Donnerstag Abend waren wir dann (endlich) durch - am Ende hat es sich wirklich gezogen.

Freitag haben wir uns ein kleines Dörfchen angeguckt mit tollen Schmetterlingen und Vögeln.

Und am Samstag Morgen ging es in den nächsten Nationalpark: El Parque Tayrona. Einfach nur wunderschöne Strände! Wir haben dort eine Nacht verbracht - und in der Hütte auf den Fotos geschlafen :)

 

28Juni
2014

Urlaub mit meinem Papa <3

Wie ihr wahrscheinlich alle mitbekommen habt, war ich die letzten (fast) 3 Wochen mit meinen Papa unterwegs an der kolumbianischen Küste. So wunderschön! Und wir haben wahnsinnig viel gesehen und erlebt. Ich berichte es euch kurz und knapp, damit es nicht zu lang wird :)

 

1. Punkt: Bogotá

Papa ist am Samstag mittags angekommen, wir sind dann (nach einer tränenreichen Begrüßung...zumindest in meinem Fall) ins Hostel gefahren und haben uns dann direkt die Innenstadt ein bisschen angeguckt. Bogotá ist die Haupstadt von Kolumbien und einfach riesig - es leben dort um die 10 Millionen Einwohner, das ist fast 3x so groß wie Berlin! Riesig! Wir waren dann abends noch in einer Bar und haben den typischen kolumbianischen Canelazo getrunken - eine Art Früchtetee mit Schnaps. Lecker! Und dann ging es schnell ins Bett, damit Papa kein Jetlag hat - hatte er auch nicht :)
Sonntag Morgen sind wir dann ins berühmte Goldmuseum gegangen und dann ging es schon zum Flughafen und auf ins Flugzeug an die Küste :)

06Juni
2014

Clases de Accion 3. und 4.

Ich habe letzten Freitag mein drittes Projekt gemacht: Bäume pflanzen mit einer Umweltgruppe, um die Grünfläche vor unserer Schule zu verschönern und danach Aerobic tanzen.

Es ging so mäßig los - der "Leiter" der Umweltgruppe hatte mir vorher versprochen, er käme pünktlich und bringe die Bäume + Hacken für JEDE Schülerin mit. Was war (sehr typisch leider): Er kam eine halbe Stunde zu spät und hatte keine einzige Hacke dabei - immerhin die Bäume. Dann ist er einfach von Haus zu Haus gegangen und hat gefragt, ob uns jemand eine Hacke leiht...nach 20 Minuten fragen, hatte er dann EINE für 12 Schülerinnen. Toll! Es hat dann auch noch angefangen zu regnen... Aber wir haben fleißig 30 Bäume gepflanzt und uns trotz allem echt nett unterhalten.

Und dann ging es zum Tanzen, Gott sei Dank in der Schule. Das war richtig cool! Ich hatte den Tanzlehrer gebucht, zu dem ich auch öfters mit Katha und Ilona gehe - es macht wirklich viel Spaß mit ihm. Es ist ein Mix aus Zumba, Salsa und den anderen traditionellen Tänzen hier. Es war echt lustig. Und nacher meinten sogar ein paar, dass sie damit weitermachen wollen! Richtig cool, dass war ja der Sinn von meinem Projekt :)

  

 

Gestern kam dann der letzte Teil des Projektes dran: Die Reflexion. Das war nochmal echt spannend, fast wäre es ins Wasser gefallen. Aber damit muss ich euch jetzt nicht langweilen, wichtig ist, dass es am Ende halbwegs geklappt hat und ich Kritik zurück bekommen habe in Form von Fragebögen, die ich vorher gemacht habe.

Und es war wirklich gute Kritik! Ich habe mich richtig gefreut, dafür hat sich der ganze Aufwand gelohnt.

"Danke Anna, dass du so viel Zeit und Mühe für uns eingesetzt hast."      "Es war toll, Zeit mit dir und allen Klassenkameraden zu verbringen und so viel zusammen zu lachen."      "Danke, dass du uns andere Freizeitmöglichkeiten gezeigt hast."     "Das einzig Blöde war, dass wir so wenig Zeit hatten."      "Wir haben dich lieb und werden dich vermissen, wenn du gehst."

 

So, ich kann da jetzt zufrieden mit abschließen. Ich fahre ab Samstag mit meinem Vater 2 Wochen in den Urlaub - danach melde ich mich wieder mit schönen Karibikbildern!

28Mai
2014

Clases de Accion. 2 - Skaten

Gestern war die 2. Aktion von meinem Projekt dran - das Skaten.

Die Jungs (es waren nur 6 eingeplant, es kamen 4) kamen nur 10 Minuten zu spät (was wirklich wenig ist) und dann ging es ziemlich direkt los. Wir haben von dem "Erbauer" der Skatehalle und der ganzen Rampen eine kurze Einführung bekommen und dann konnten wir alle solange, wie wir wollten, das Skaten ausprobieren. Es gab 2 Skateboards für uns 6 aber das war gar nicht so schlimm, weil sie dann zeigen konnten, wie es um ihre Fähigkeit mit dem Teilen bestellt ist. Und es hat echt gut geklappt! Es gab keinen einzigen Konflikt.

Nachdem alle ein paar Mal auf die Schnauze geflogen sind und sich ordentlich wehgetan haben (Gott sei Dank hat sich keiner was gebrochen!), hat uns der Leiter die wichtigsten Tricks gezeigt und versucht uns beizubringen. Ich habe es auch ausprobiert - es ist echt nicht so einfach, wie es aussieht!

Die Jungs hatten auf jeden Fall ihren Spaß! Sie fanden es witzig, wenn jemand hingefallen ist. Gut, dass ich keine Mädchen mitgenommen habe - die hätten sich (wie ich ehrlich gesagt auch) nicht so viel getraut.

Das Coole an der Skateanlage ist, dass sie jeden Tag von 3-7 Uhr nachmittags geöffnet ist und jeder, der möchte, dort trainieren kann. Man sollte allerdings sein eigenes Skateboard mitbringen. Aber ich bin mal gespannt, ob die Jungs nochmal dorthin zurück gehen - sie waren echt begeistert. Vor allem, weil es alle vorher noch nie ausprobiert haben.

Die gesamte Anlage wird euch nicht groß erscheinen - wir kennen aus Dortmund Skateparks an jeder Ecke, die alle größer und besser angelegt sind. Aber diese Skatehalle ist die Einzige hier in Tunja, da es vom Staat bis jetzt noch keine Unterstützung gab. Es gibt keinen einzigen Skatepark hier in Tunja. Ganesh, der "Gründer" des Ganzen, hat alle Rampen mit einem Freund zusammen selbst erbaut und auch selbst bezahlt. Einfach nur, weil er für diesen Sport eine so große Leidenschaft hat und den Jugendlichen in Tunja ermöglichen möchte, ordentlich zu trainieren. Beeindruckend!

26Mai
2014

Clases de Accion

Ich habe schon lange nichts mehr von mir hören lassen, ich weiß. Das liegt aber daran, dass ich einerseits wahnsinnig beschäftigt war mit der Planung von einem neuen Projekt - ich komm sofort dazu - und dann ist aber wirklich einfach nicht so viel passiert. Seit Ostern habe ich ohne Pause gearbeitet - gut, so lange ist das auch gar nicht gewesen, gerade mal 1,5 Monate. Und die großen Ferien nahen... dann bekommt ihr wieder schöne Urlaubsfotos zum neidisch werden :)

Aber jetzt werde ich euch erstmal von meinem Projekt berichten, das auch vor den Ferien noch fertig sein muss!

Ein paar von euch haben schon mitbekommen, dass ich seit Wochen für dieses Projekt herumlaufe, Leute suche, anspreche, rumtelefoniere und mich mit vielen interessanten Menschen getroffen habe. Das alles hatte den Sinn, etwas über die Jugendprojekte hier in Tunja herauszufinden und mit einigen von ihnen Aktivitäten mit meinen 11ern zu planen. Ich möchte nämlich, dass meine Schüler das Freizeitangebot hier in Tunja kennenlernen und auf die Idee kommen, ihre Freizeit auch mit etwas anderem als Facebook, WhatsApp, Fernsehen oder (im Fall der Jungs) Fußball zu verbringen. Viele von ihnen gammeln den ganzen Nachmittag Zuhause rum, ohne etwas Sinnvolles zu machen - natürlich auch nicht die Hausaufgaben. Hier gibt es auch das Problem der Faulheit - wie auch in Deutschland bei den Jugendlichen. Ich hoffe einfach, dass ich sie, allein durch die Vorstellung und das Ausprobieren verschiedener Sachen, etwas motivieren kann.

Ich bin ungefähr 6 Wochen in verschiedensten Ämtern und Einrichtungen hier in Tunja herumgelaufen, bis ich endlich eine Liste mit Jugendprojekten bekommen habe. Es ist so anstrengend, sich hier über irgendetwas zu erkundigen! Alle sagen dir: Komm Morgen wieder, dann haben wir es, ganz sicher. Und natürlich haben sie das Versprochene dann nicht, sind am Besten gar nicht am am verabredeten Zeitpunkt da und gehen auch nicht ans Handy. Anstrengend! Es läuft hier ein bisschen anders als in Deutschland ab in puncto Arbeit. Es ist echt schwierig für mich...Ihr wisst ja auch alle, dass ich normalerweise ein sehr strukturierter Mensch bin. Aber das ist hier einfach nicht möglich! Ich schaffe es schon nicht mehr, pünktlich zu sein....Ich hätte nie gedacht, dass ich das sagen werde!

Nachdem ich die Liste endlich hatte, habe ich alle durchtelefoniert. Schwierig auf Spanisch! Und ich habe mich dann mit vielen Leuten getroffen, "organisiert" und mit ihnen Absprachen für Aktivitäten getroffen. Dann ging es letzte Woche daran, die Erlaubnis der Direktorin einzuholen. Das hat mich fast zum Verzweifeln gebracht - ernsthaft, ich wäre fast daran gescheitert. An einer Unterschrift! Naja, die Gute ist leider nicht so kolumbianisch locker drauf...es gibt hier auch Ausnahmen! Es hat aber schlussendlich geklappt und so konnte ich diesen Samstag die erste Aktivität durchziehen!

Und zwar war die geplant mit: Den PFADFINDERN                                                   

Ich hatte schon vorher richtig viel Lust darauf, weil ich auch selber noch nie so etwas mitgemacht habe. Und es hat so einen Spaß gemacht!

Aber ich berichte euch von Anfang an. Es sind 13 von 26 Schülern gekommen - was für kolumbianische Verhältnisse richtig viel ist, da es nicht verpflichtend war und noch dazu in der Freizeit der Jugendlichen, die nebenbei 16-18 Jahre alt sind. Damit war ich schon richtig zufrieden. Das Beste war, dass alle pünktlicher als ich da waren! Ich habe sie vorher gebeten, pünktlich zu sein...Ich kam auf die Minute genau an - und sie saßen da schon 10 Minuten. So cool - es hat gezeigt, dass ich sie echt motivieren kann. Es ging dann relativ schnell los - die Pfadfinder haben erstmal ihre Aufstellung gemacht, ihren Bericht gehalten, .... Und meine Schüler waren schon leicht genervt. Aber sie waren höflich genug, abzuwarten und nicht zu meckern. Und dann wurden wir auch direkt in Gruppenspiele eingegliedert, die die Stimmung gelockert haben.

Dann ging es richtig los - wir wurden in Untergruppen eingeteilt. Jede Gruppe hatte einen Führer, wir mussten uns einen Mottospruch und einen Namen ausdenken. Wir waren die "Gewinner" - was natülich keiner verstanden hat. Aber das war ja der Trick daran ;) Und jedes Mal bei der Aufstellung, die immer vor und nach einer Aktivität kam, mussten wir den Spruch brüllen. Wer es nicht ordentlich gemacht hat, der musste 5 Kniebeugen machen. So witzig! Am Anfang hatten meine muchachos auch noch nicht so viel Lust darauf - aber irgendwann haben sie sich einfach darauf eingelassen und so einen Spaß gehabt!

Die Pfadfinder haben für uns eine Art Zirkel organisiert mit verschiedenen Aktivitäten - damit wir alles kennenlernen. Richtig gute Idee! Ich beschreibe jetzt nicht alles - guckt euch einfach die Fotos an:

 Am Anfang erstes Gruppenspiel die Aufstellung in unseren Gruppen Militärübung!  Blindenlauf  ich konnte natürlich was sehen!  Feuer machen   Sackhüpfen Pantomime    Alle zusammen

Alle waren richtig happy nacher - und 2 wollen sogar im Rahmen ihrer Sozialstunden damit weitermachen!! So gut - das ist ja das Ziel von dem Projekt. Ich hätte aber nie erwartet, dass irgendjemand von ihnen damit weitermachen wird.
Und alle haben mir gesagt, dass es ihnen gefallen hat und haben sich bei mir bedankt - allein dafür hat sich die ganze Arbeit gelohnt.

Morgen ist ein Projekt mit Skatern - ich bin mal gespannt! Ich werde euch berichten. Und am Freitag kommt noch ein Projekt mit einer Umweltgruppe, nächste Woche die Reflexion und dann nach den Ferien werde ich eine Collage in der Schule machen, damit alle die Projekte kennenlernen können.

21April
2014

Das Ergebnis!

Und hier kommt das Ergebnis meines Versuchs ihnen die deutsche Kultur etwas näher zu bringen - ich finde, sie sind echt gut gelungen!!

Und wir haben natürlich auch anständig gesucht nacher - wie es sich gehört.

20April
2014

Ostern - Pascua

Frohe Ostern euch allen! Feliz Pascua!

Ostern ist hier fast genauso abgelaufen, wie bei uns Zuhause. Nur, dass wir ein bisschen mehr in der Kirche waren - Tunja ist nämlich eine besonders religiöse Stadt in Kolumbien. Und meine Gastfamilie auch, deshalb habe ich das ganze Programm mitbekommen.

Es gab schon ab letzten Sonntag jeden Tag Prozessionen. Aber ich habe die ersten Tage meiner Ferien anders genutzt, sodass es erst ab Donnerstag richtig los ging.

Donnerstag Morgen ging es erstmal in den Gottesdienst. Und danach gab es eine Kinderprozession - Kinder aus Tunja haben den Kreuzweg dargestellt. Das wurde auch vor den Ferien schon in meiner Schule gemacht - eine wichtige Tradition für die Kolumbianer. Aber es war soo kalt - die armen Kinder!

Donnerstag Abend gibt es die Tradition, Kirchen zu besichtigen. Denn alle Kirchen werden besonders geschmückt und man "muss" mindestens 7 besichtigen. Wir haben 8 geschafft ;) Das wir waren die schönsten Altarräume:

Freitag stand dann (wie bei uns ja eigentlich auch, wenn man es mitmachen würde) der Kreuzweg auf dem Plan. Wir sind dafür aus der Stadt raus aufs Land gefahren, wo mein Gastvater herkommt. Es war wirklich sehr ruhig da! Aber auch schön. Der Kreuzweg hat etwa 2h gedauert und war eigentlich genau dasselbe, wie bei uns.

Samstag waren wir morgens nochmal in der Kirche, um das Grab Christi zu "besuchen" und zu beten. Den ganzen Tag haben wir dann mit der Familie verbracht und abends ging es in die Ostermesse, die sogar nur 1,5 Stunden gedauert hat. Sie war echt schön - ich habe noch nie einen Ostergottesdienst erlebt, in dem die Menschen tanzen und zum Rhythmus tanzen. Echt cool! Aber sonst war es genau dasselbe :)

Heute ist Ostern für meine Familie eigentlich schon halbwegs vorbei. Aber ich werde versuchen, sie zum Eierfärben zu überzeugen - mal gucken, was daraus wird. Ich werde euch über Ergebnisse berichten!

10März
2014

Carnaval de Barranquilla

Barranquilla

So ihr Lieben, jetzt kommt endlich der Blogeintrag mit den Fotos von Barranquilla! Und ich erzähle euch auch ein bisschen von unserem Programm J

Wir sind am Freitag angekommen nach 20 Stunden Busfahrt - richtig schön anstrengend! Beim Aussteigen empfängt einen dann direkt die heiße Luft von ungefähr 35 Grad. Ich kam mir vor, wie in der Sauna…wo wir hier höchstens 25 Grad haben mittags. Wir sind dann mit dem Taxi zu unserem „Hostel“ gefahren – eine Grundschule, die für den Karneval zu einem Schlafplatz umgebaut wurde. Wir haben also in einem Klassenzimmer auf dem Boden geschlafen. Gott sei Dank waren wir nur wir vier in dem Raum (ich, Eddi, Ilona und Noel), deshalb hatten wir relativ viel Platz. Es war nur ein bisschen hart, auf dem Boden zu schlafen ;) Aber das Geniale an dem Hostel war, dass außer uns noch 20 Ausländer da waren und wir 2 Kolumbianerinnen als „Reiseleiter“ hatten. Die Beiden haben uns alles gezeigt, uns zu den Umzügen und zu den besten Partys gebracht J Und es war lustig mit den ganzen Leuten zusammen!

Freitagabend waren wir direkt auf der ersten Party, auf dem zentralen Platz von Barranquilla. Der Platz war voll mit Menschen, die um eine Bühne herum im Kreis Cumbia getanzt haben – den traditionellen Tanz der Küste. Richtig toll! Wir haben uns da dann eingereiht und einfach mitgemacht – ein wahnsinnig tolles Gefühl, zusammen mit 5000 Menschen zu tanzen und zwischendurch mit dem typischen Schaum bespritzt zu werden J Die erste Nacht waren wir noch relativ früh Zuhause (so um halb 2), um am nächsten Tag nicht müde zu sein.

Samstag ging es dann zum ersten Umzug auf einer öffentlichen Straße. Wir haben direkt dran gesessen, also mittendrin sozusagen. So toll! Die Menschen versprühen so eine Lebensfreude…und zwar echt fast alle – Wahnsinn. Denn es war so heiß, dass wir im Schatten geschwitzt haben. Und die Armen tanzen 5 Stunden lang in der Sonne – echt beeindruckend. Und das Ganze nur, um den Menschen tolle Tänze zu zeigen und ihre Kostüme vorzuführen.

Am Samstag-, Sonntag- und Montagabend waren wir wieder feiern – immer bis 4 Uhr mindestens. Die Partys waren genial! Es wurden ganze Straßen gesperrt und die Menschen haben einfach auf der Straße getanzt. Bei 25-30 Grad Außentemperatur in der ganzen Nacht kann man das auch gut machen. Und natürlich hat auch der Alkohol nicht gefehlt – das typische Aguardiente (wie Ouzo) und Rum und Whiskey. Und wir haben einfach die ganze Nacht durchgetanzt – in der Gruppe und auch viel zu zweit mit irgendwelchen fremden Kolumbianern ;) Toll! Allein für die Partys hat es sich gelohnt.

Am Sonntag, Montag und Dienstag waren wir tagsüber natürlich auch wieder auf den Umzügen (zwei Tage davon auch auf bezahlten Tribünen). Jeden Tag war es aufs Neue beeindruckend, wie schön diese Menschen sind und wie toll sie sich einfach bewegen können! Ich bin so neidisch gewesen! Und die Tänzer haben eine solche Lebensfreude versprüht – und das, obwohl auch Omas, Kinder und Behinderte mitgemacht haben! Alle waren so glücklich dort mitzumachen – toll!

Am Dienstag sind wir dann am frühen Abend leider schon wieder nach Hause gefahren. Das hieß wieder 20 Stunden Busfahrt. Aber ich war so müde, dass ich einfach die ganze Zeit durchgeschlafen habe J Ist auch verständlich, nach 4 Nächten mit Partys und jeweils nur um die 6 Stunden Schlaf auf dem Boden, oder? ;)

So, jetzt hör ich auf zu erzählen und ihr bekommt Fotos zu sehen. Ein paar Sachen muss ich euch da aber zu erklären: 1. Die Gruppen mit den Frauen in den langen Kleidern und den Männern mit den Sombreros haben Cumbia getanzt – den typischen Tanz. Am letzten Tag haben sich viele von den Frauen Aguardiente-Flaschen auf den Kopf gestellt und konnten damit einfach immer noch tanzen, ohne dass die runtergefallen sind! Beeindruckend. 2. Ihr werdet richtig oft eine Maske von Elefanten sehen. Das ist leider kein Elefant, sondern die Marimonda, dass typische Symbol des Karnevals hier. Und soll etwas ganz anderes darstellen ;) Das Coole ist, dass mir auf der letzten Party einer der Tänzer seine Maske geschenkt hat – nächstes Jahr komme ich damit zum Karneval ;) 3. Bitte achtet auf die Gesichter der Menschen! Dann werdet ihr verstehen, was ich mit Lebensfreude meine. Und stellt euch dabei eine Hitze wie in der Sauna vor!

Ich konnte leider nicht alle schönen Fotos hier hochladen. Aber ihr könnt sie euch hier angucken:

https://onedrive.live.com/redir?resid=6C90D5B7C3F89ABC!272&authkey=!AAsG_XmZsPVurbU&ithint=folder%2c.JPG

Und ich habe noch zwei Videos hochgeladen, die euch ein bisschen zeigen, wie sich diese Menschen bewegen können!

https://onedrive.live.com/redir?resid=6C90D5B7C3F89ABC!487&authkey=!ALgaZNuJpCG4c3Q&ithint=folder%2c.AVI

26Februar
2014

Karneval!

Ihr Lieben, ich werde in den nächsten Tagen nicht erreichbar sein, denn ich fahre nach Barranquilla - in die Hochburg des Karnevals hier in Kolumbien! Die Stadt ist für die Riesenparty zum Karneval bekannt...und ich werde es miterleben :) Ich fahre morgen Abend und bin bis nächten Mittwoch unterwegs. Danach werdet ihr einen ausführlichen Bericht mit Fotos kriegen - versprochen! Dann passiert mal wieder was Interessantes auf meinem Blog.

Lest euch ruhig den Artikel bei Wikipedia dazu durch, dann werdet ihr ein bisschen neidisch :)  http://de.wikipedia.org/wiki/Karneval_in_Barranquilla

15Februar
2014

Wieder in den Schulalltag

Seit etwa 4 Wochen arbeiten wir hier wieder fleißig in unseren Schulen alle - und zwar wirklich fleißig. Ich habe viel mehr Stunden als letztes Jahr, da sich mein Stundenplan geändert hat. Ich arbeite jetzt 3 Tage in der Secundaria, das heißt in der weiterführenden Schule. Mit den älteren Schülern macht es auf eine andere Art richtig viel Spaß - schließlich kann man mit ihnen wirklich Englisch machen. Und es ist toll, einfach mal mit ihnen zu quatschen, sie sind ja nur um die 2-3 Jahre jünger (die Ältesten). 2 Tage gehe ich auch noch in die Grundschule wieder - ich habe die Kinder einfach zu lieb gewonnen, um jetzt zu sagen, ich sehe sie gar nicht mehr.

Dieses Halbjahr sind auch wieder ein paar Projekte geplant:

Erstens müssen wir wieder selbst ein Projekt planen und durchführen, diesmal geht es darum, dass die Kinder aus der Schule rauskommen und irgendetwas von ihrer Kultur kennenlernen.

Zweitens werden wir versuchen, eine Fußballstadtmeisterschaft mit allen Schulen zu organisieren.

Drittens versuche ich im Moment die kolumbianische Gebärdensprache zu lernen. Meine Schule ist nämlich die einzige Schule hier in Tunja, auf der taubstumme Kinder sind. Die Chance, das zu lernen, muss ich nutzen :) Und es ist echt merkwürdig, wenn man mit diesen Kindern einfach nicht reden kann - wirklich nicht. Deshalb möchte ich die Sprache unbedingt lernen, um mich auch mit ihnen unterhalten zu können. Ich habe jetzt auch schon einen Grundstein und die Basisstruktur verstanden. Wenn ihr euch angucken wollt, was genau ich lernen, empfehle ich euch dieses Video: http://www.youtube.com/watch?v=EOcVvy1mcYI

 

So, sonst gibt es nicht so viel Neues. Ich fahre in 2 Wochen zum Karneval nach Barranquilla, eines der größten Feste hier in Kolumbien. Danach gibt es mit Sicherheit einen neuen Blogeintrag!

20Januar
2014

El Cocuy

Dieses Wochenende war ich mit meiner Familie und einer Cousine am Cocuy - ein Nationalpark in etwa 7 Stunden Entfernung.

Am Freitag sind wir in Thermalbäder gegangen, um uns auszuruhen. Und Samstag Morgen ging es um 3.45 los! Wir wurden so weit wie möglich hingefahren und sind dann noch 4h gewandert - so dermaßen anstrengend wegen der Höhe. Wir sind auf 3900 Metern gestartet und das Ziel, der Gletscher, lag auf 5100. Am Ende war es echt so, dass wir uns alle 10 Meter hinsetzen mussten, um zu atmen. Aber Gott sei Dank habe ich keine Höhenkrankheit bekommen - im Gegensatz zu meiner Gastschwester, der es zwischendurch echt schlecht ging. Der Schnee war aber so schön - und ich habe wieder Lust auf Skilaufen bekommen. Nach 1h oben sind wir wieder runter gelaufen, 2,5 Stunden nur. Und dank der Wanderschuhe von Eddi habe ich es auch gut überstanden!

Sonntag ging es dann schon wieder zurück. Es war ein kurzer Urlaub aber es hat sich richtig gelohnt!

     

14Januar
2014

San Gil

Ich war von Donnerstag bis Samstag mit Ilona zusammen in San Gil - ein Städtchen, das bekannt für Extremsportarten ist! Ich glaube, die Bilder sprechen für sich, da muss ich nicht mehr so viel zu erklären.

Paragliding

Wasserfall

 

Höhlentour

Wanderung

 geliehene Turnschuhe

San Gil

Es tut mir leid, dass viele Fotos falsch gedreht sind aber ich bekomme es im Moment leider nicht anders hin. Ihr könnt ja den Kopf drehen ;)

 

30Dezember
2013

Weihnachten und Geburtstag

Frohe Weihnachten euch allen! Das schöne Fest ist ja jetzt leider vorbei, aber ihr bekommt noch ein paar Fotos.

Das tolle hier ist, dass die Städte geschmückt werden - und zwar so richtig! Nachts sieht man es überall blinken und funkeln. Das hat mich am Anfang echt genervt und es ist auch ein kleines bisschen kitschig, aber ich habe mich jetzt dran gewöhnt. Und eigentlich ist es ja auch ganz schön.

Weihnachten war hier eigentlich genauso, wie wir es auch kennen. Kirche, lecker essen, Geschenke und Familientreffen. Es war echt schön! Und am 24. ist sogar ein bisschen Weihnachtsstimmung bei mir aufgetaucht.

 Stadtzentrum  Festumzug  Krippe  das Weihnachtsessen

Hier ist wirklich alles geschmückt - selbst meine Fingernägel!

Am 28. hatte ich ja Geburtstag - auch ein echt schöner Tag! Die Familie hat ein Grillen für mich veranstaltet, es gab leckeres Essen und natürlich tollen Kuuuchen (aber nicht selbst gemacht). Wir waren noch Fußball- und Tischtennisspielen und abends sind wir feiern gegangen. Hat Spaß gemacht!

24Dezember
2013

El Desierto de la Tatacoa

Der letzte Teil der Reise ging in die Desierto de la Tatacoa - übersetzt: die Wüste der Klapperschlange. (Leider haben wir weder Klapperschlange, noch Skorpion gesehen.) In die Wüste bin ich alleine mit Katha gefahren, weil Ilona ihre Schwester in Bogotá abholen musste.

In der Wüste hat uns wirklich die Hitze begrüßt - man ist nicht aus dem Schwitzen rausgekommen. Aber es hat sich so dermaßen gelohnt! Wir haben draußen in Hängematten geschlafen, Wüstenziege gegessen, den in meinem Leben schönsten Mondaufgang gesehen und eine 3-Stunden-Wanderung in den Sonnenaufgang hinein zu einem Pool mitten in der Wüste gemacht. Und ein bisschen entspannt...der Kontrast zu der Großstadt Cali war echt riesig.

Noch zur Erklärung: Die Wüste ist in zwei Teile aufgeteilt. Einer davon ist rot, der andere weitläufig und eher gräulich von den Steinen her - aber seht selbst auf den Fotos. Und ihr dürft ruhig neidisch werden!

24Dezember
2013

Cali

Von Dienstag, dem 10. bis nächsten Montag, dem 16. waren wir in Cali - der Hauptstadt der Salsa! Die Stimmung in dieser Stadt ist beeindruckend, denn man hört den ganzen Tag überall nur Salsa, alle Menschen können Salsa und die meisten gehen von Donnerstag bis Samstag jeden Tag weg - einfach nur, um zu tanzen! Nicht um sich zu betrinken oder so .. toll! Wir hatten in unserem richtig schönen Hostel pro Tag eine Stunde Salsa-Unterricht und haben es auch wirklich halbwegs gelernt jetzt - vor allem dadurch, dass wir jeden Abend weggegangen sind. Es ist echt etwas anderes, mit einem Caleno (Mensch aus Cali) Salsa zu tanzen!

Abgesehen davon haben wir aber auch noch viele andere Sachen gemacht: Wir haben das Centro angeguckt, haben eine berühmte Zuckerplantage besichtigt (um Cali herum ist die Zuckeranbaugegend Kolumbiens), waren mit kennengelernten Calenos an einem anderen Wasserfall, haben die Pilgerstadt Buga angeguckt und sind zum Aussichtspunkt hochgefahren. Also man kann sich, abgesehen von der Salsa, eine wirklich schöne Zeit in Cali machen! Irgendwann in meinem Leben möchte ich auf jeden Fall noch einmal in diese Stadt zurück.

 Straßenkünstler  Zuckerfarm - mit vielen Bananen :D  die Pilgerstadt Buga  private Finca  das Hostel  12- Bett- Zimmer  Nicht für Quidditch gedacht!

24Dezember
2013

Eje Cafetero - Armenia

Am Anfang des Urlaubs waren wir drei Tage mit der Familie von Ilona und einer riesigen Reisegruppe von Kolumbianern unterwegs - die alle Freunde und Verwandte von Ilonas Familie sind. Es hat echt Spaß mit ihnen gemacht, aber war auch anstrengend - denn so mit Pünktlichkeit haben die es hier wirklich nicht. Man wird aber im Endeffekt einfach entspannter mit der Zeit in Bezug auf die Uhrzeit ... mal gucken, ob sich das in Deutschland wieder ändert.

Wir waren mit allen zusammen im Eje Cafetero - der Kaffeezone Kolumbiens. Wir haben da zwei Natur-/Freizeitparks besucht, waren in dem Kolonialstädtchen Salento, haben uns einen Abend die Luces (Lichter) angeguckt und waren an einem wunderschönen Wasserfall mit Thermalbädern. Eine so beeindruckende Landschaft! Und überall sieht man Kaffeeplantagen...

 Wasserfall

 Ein RIESENMEERSCHWEINCHEN   sehr großer Tausendfüßler  Salento  Luces

 

21Dezember
2013

Wieder da!

Gestern bin ich wieder aus dem Urlaub zurück gekommen - mit tausend neuen Eindrücken, vielen Mückenstichen und natürlich ganz vielen Fotos. Ich mache jetzt pro Urlaubsort einen Eintrag, damit ihr nicht den Überblick verliert ;)

Es war ein wunderschöner Urlaub! Und mit Katha und Ilona zusammen hat es besonders viel Spaß gemacht - aber guckt es euch selbst an.

05Dezember
2013

Besuch in der Mädchenschule

Eins will ich euch nicht vorenthalten: Vor zwei Wochen waren Doro, Andi und ich mit in der Schule von Mirko (reine Mädchenschule!), um dort einen Sketch über unsere schöne deutsche Sprache aufzuführen - und das Video ist jetzt fertig geworden. 

Zur Erklärung: Mirko ist da der einzige Junge in der ganzen Schule - deshalb lieben ihn die Mädchen! Trifft natürlich auch auf Andi zu - aber ihr werdet das schon bemerken in dem Video. 

http://vimeo.com/80287589

05Dezember
2013

Urlaub!

Dieses Wochenende war ich auf dem Zwischenseminar mit meinen Deutschen in Moniquira- um zu reflexionieren und um einen Ausblick für das nächste halbe Jahr (gut, es sind 7,5 Monate) zu finden. Es war wieder richtig schön mit allen zusammen und hat auch wieder viele neue Perspektiven aufgeworfen. 

Ich bin jetzt drei Tage hier in Tunja und dann fahre ich am Freitag abend mit Katha, Ilona und der Familie von Ilona in die zona cafetera - einen wunderschoenen Landstrich. Nach 5 Tagen dort fahre ich dann mit Katha und Ilona weiter nach Cali - die Hauptstadt der Salsa! Und so am 20. Dezember kommen wir wieder zurueck. Ich freue mich schon total! Es kann nur sein, dass ich dort kein Internet habe, also macht euch keine Sorgen, wenn ihr nichts von mir hoert! Und einen Bericht mit Fotos gibt es dann nach dem Urlaub!

27November
2013

Nuevas Perspectivas.3

Gestern habe ich das Spiel mit den Kindern nochmal durchgeführt - und es hat schon viel besser geklappt! Die Kinder wusste jetzt schon, dass wir uns vor und nach dem Spiel noch zusammensetzen, um über die Regeln und nacher über die Punkteverteilung zu reden - und es war dieses Mal auch eher ein Gespräch unter allen, in dem die Kinder selbst entschieden haben. Das erste Mal musste ich ihnen noch relativ viel vorgeben, dieses Mal konnten sie es selber machen.

Das Spiel hat auch gut geklappt - sie haben sich größtenteils an die Regeln gehalten. Beide Mannschaften haben es dieses Mal geschafft Mädchentore zu machen, sodass die Jungen danach auch ein paar Tore machen konnten und mehr Spaß hatten. Dieses Mal haben auch alle die Tore der Gegner gefeiert! Sehr fair. Leider haben alle immer noch viel gefoult - es war zwar schon besser, aber trotzdem noch viel. Ich denke, um ihnen das abzutrainieren, muss man das Spiel öfter machen. Vielleicht bekomme ich ja im nächsten Jahr die Chance dazu.

Jetzt genießt aber erstmal die Fotos! Das werden wahrscheinlich erstmal die letzten Schulfotos bis Mitte Januar, denn Freitag fangen hier die Ferien an!

 Die Gewinner

16November
2013

Nuevas Perspectivas.2

Diesen Freitag habe ich mit den Kindern die 3. Halbzeit durchgeführt - also die Punkteverteilung und die Besprechung des Spiels.

Ich habe angefangen, die Kindern nach Mannschaften gemischt umzusetzten - immer ein Mädchen aus der einen Mannschaft neben einem Jungen der anderen Mannschaft, damit es nicht passiert, dass die Mannschaften sich in der Diskussion so stark konfrontieren. Die ersten Probleme fingen damit an, dass manche Jungen und Mädchen überhaupt nicht nebeneinander sitzen wollten - und erst nachdem die Lehrerin ein Machtwort gesprochen hat, gemacht haben, was ich wollte. Per Zufall haben zwei Kinder nebeneinander gesessen, die immer streiten, sich schlagen und kein nettes Wort wechseln - und natürlich haben sie auch direkt damit angefangen. Aber als ich sie dann daran erinnert habe, wie toll es war, zusammen Fußball spielen OHNE zu streiten, haben sie aufgehört - erstaunlich! Aber das ist ja der Sinn des Spiels, dass die Kinder lernen, auch mit "Feinden" Spaß zu haben und lernen sich zu tolerieren. Aber ich habe nicht gedacht, dass das so direkt in der Praxis funktionieren wird. 

Dann ging es an die Punkteverteilung:

1. Die Spielpunkte waren einfach zu verteilen: 3 Punkte für Mannschaft 2 (1 Tor), 1 Punkt für Mannschaft 1 (kein Tor).

2. Bei den Regelpunkten war es etwas komplizierter, denn die Kinder sollten jetzt ihr eigenes Verhalten beurteilen. Da keiner so richtig wusste, was er sagen soll, habe ich gefragt: Wer wurde alles gefoult? Und ungefähr 2/3 der Kinder haben sich gemeldet - viel zu viel für ein Spiel mit dem Zweck fair zu spielen! Das haben die Kinder auch eingesehen und alle haben versprochen, das nächste Woche zu ändern - ich bin gespannt. Aber folglich konnten die Mannschaften nicht die vollen Regelpunkte bekommen. M1 hat jedoch von den Kindern noch einen Pluspunkt bekommen, denn die Kinder haben sich beim Gegnertor gefreut - eine der Spielregeln! Deshalb haben die Kinder M1 2 Punkte und M2 1 Punkt gegeben.

3. Mir als Beobachter ist es möglich pro Mannschaft für Spieler mit besonders fairem Verhalten einen Extrapunkt zu geben. Und ich habe je einem Jungen der beiden Mannschaften diesen Punkt gegeben, weil die beiden äußerst fair gespielt haben, die Mädchen die ganze Zeit mit einbezogen und nicht gefoult haben. Die Beiden haben sich auch sehr darüber gefreut und werden nächstes Mal ein indirektes Vorbild für die Anderen sein. 

Im Endeffekt hat dann M2 gewonnen mit 5 Punkten, M1 hatte 4 Punkte. Sehr knapp! Und die Kinder haben gemerkt, dass man über das Einhalten der Regeln das Spiel noch gewinnen kann.

Danach kam die Kritikrunde - erst die positive Kritik. Ich habe der Reihe nach jedes Kind nach seiner Meinung gefragt und die Kinder haben das Spiel so gut verstanden - ich war echt überrascht.

Ihnen hat gefallen:

Zusammen mit den Freunden spielen     Mit ALLEN Kindern der Klasse zusammen spielen         Mit den Mädchen spielen          Alle hatten Spaß         Alle haben fair gespielt     Zusammen das Tor feiern     Es ist nicht wichtig, wer gewinnt und wer verliert    Spielen ohne streiten und kämpfen. 

 

Zum Schluss gab es dann noch eine Sammelrunde für negative Kritik: Es war schwierig das Gegnertor zu feiern, es wurde trotz der Regeln gefoult und die Teams waren zu groß. 

Die Verbesserungen für die nächste Woche sind: Wir foulen nicht, wir üben, uns für das andere Team zu freuen und die zwei Teams werden noch einmal aufgeteilt während des Spiels (12 Minuten 5 gegen 5 und dann 12 Minuten 6 gegen 6 mit dem Rest). Mal gucken, ob es nächsten Dienstag schon besser klappt!

Abschließend wollte ich noch wissen: Hat euch das Spiel denn generell gefallen? - Siiiii!

14November
2013

Nuevas Perspectivas

Nuevas Perspectivas heißt so viel wie: Neue Perspektiven. Das ist der Name von unserem ersten Projekt, dass wir hier mit den Kindern durchführen. Jeder von uns soll ein Projekt planen, in dem den Kindern neue Ideen, neue Perspektiven nahegebracht werden - sei es über Deutschland, unsere Kultur, die Landschaften, unsere Familien oder etwas völlig anderes!

Mein Projekt habe ich damit begonnen (Freitag), den Kindern Videos zu zeigen, die ich vor dem Abflug größtenteils selbst zusammengeschnitten habe - über meine Lieblingsplätze in Dortmund (Innenstadt, Schule, Phoenixsee, Weihnachtsmarkt), ein Video über deutsche Landschaften und die Jahreszeiten und eine Präsentation mit Bildern von Freunden und Familie. Darauf waren sie besonders gespannt! Es war toll, wie neugierig die Kinder waren, wie gespannt sie zugeguckt haben und wie viele Fragen sie gestellt haben!

Sind die Kinder mit 10 Jahren auch schon so groß? Wofür braucht man Skibrillen? Wie schmeckt Schnee? Warum tragen die Kinder in der Schule keine Uniform? Warum ist die ganze Stadt voller Bäume? Wie viel kostet die Reise nach Deutschland? Anna nimmst du mich im Koffer mit nach Deutschland??

In der nächsten Stunde (Dienstag) kam dann mein nächster Lieblingsplatz in Dortmund - das Stadion! Das BVB-Video bekam eine besondere Stellung, weil ich darüber die Brücke zum nächsten Teil meines Projekts gebaut habe - das Fairplay-Fußballspiel. Es beruft sich auf das Projekt Straßenfußball für Toleranz. Aber dazu gleich mehr.

Das Video fanden vor allem die Jungs toll - fast alle kenne hier Borussia Dortmund. Ich habe den Kindern dann auch noch eine kleine Borussenpräsentation mit den wichtigsten Spielern gemacht, damit sie ein paar kennelernen und die Namen üben können - das finden sie immer witzig. Vor allem Blaszczykowski war schwierig.

Danach sind wir in den Klassenraum gegangen und ich habe, nachdem wir noch ein bisschen über Fußball gequatscht haben (größtenteils mit den Jungs) und die mir ihre Mannschaften vorgestellt haben, angefangen, dass Fairplay- Fußballspiel einzuleiten. Und zwar mit der Frage: Warum gefällt es den Mädchen nicht, mit den Jungen zu spielen? Ich kenn das auch von mir, man kann es einfach nicht, die Jungen spielen einen nicht an und man hat Angst abgeschossen zu werden. Die Mädchen haben mir alle genau dasselbe gesagt. Und dagegen möchte u.a. die Idee des Fußballspiels arbeiten.

"Mit seinem besonderen Regelwerk bietet Straßenfußball den Rahmen für Lerninhalte wie Konfliktmanagement, Zivilcourage, interkulturelles Lernen, Fairness und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben." (http://www.sportjugend-bb.de/deutsch/sozial-engagiert/strassenfussball)

Dieses besondere Regelwerk besteht daraus, dass das Spiel 3 Halbzeiten hat, sowie eine besondere Wertung der Verhaltens der Spieler auf dem Spielfeld und keinen Schiedsrichter.                                                                                                                        

In der 1.Halbzeit werden die Spielregeln mit allen zusammen besprochen - es gibt besondere Regeln, die immer ein bestimmtes Ziel verfolgen! Wir haben zum Beispiel diese Regeln festgelegt, um die Rolle der Mädchen zu unterstützen: 1. Das erste Tor muss von einem Mädchen geschossen werden. 2. Die Tore der Mädchen zählen doppelt. 3. Alle Kinder feiern ALLE Tore, auch die der Gegner.    

In der 2. Halbzeit wird gespielt - und zwar ohne Schiedsrichter. Die Kinder müssen ihre Konflikte selber lösen und lernen dadurch, eigenständig mit Konfliktsituationen umzugehen und sie fair zu lösen, ohne Gewalt. Ich als Teamer beobachte nur das Verhalten der Kinder, notiere die Tore und Besonderheiten, aber ich darf nicht eingreifen!        

Das Spiel hat auch wirklich gut geklappt, die Mädchen haben sehr viel mitgespielt, es gab keinen Streit und die Kinder haben sogar ein Foul selbst mit einem Elfmeter gelöst, den ein Mädchen ausgeführt hat! (Um das erste Tor zu erzielen). Das Spiel ging 2-0 für Mannschaft rot aus, denn es gab ein Tor eines Mädchens. Es hat allen echt Spaß gemacht. Nur das gemeinsam Jubeln müssen wir noch üben, das kostet dann doch Überwindung.

In der 3. Halbzeit setzen sich alle zusammen und besprechen das Spiel. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Spielverhalten, wie fair sich wer verhalten hat, was gut und was schlecht war, ....                                                                                                                Dann werden die Punkte verteilt: Zuerst die Spielpunkte (3 für die Gewinner, 1 für die Verlierer) und danach die Regelpunkte. Das ist etwas Neues. Es werden Punkte für die Mannschaften verteilt, wenn sie sich besonders fair verhalten haben und sich an die abgesprochenen Regeln gehalten haben. So kann ein Spiel immer noch gedreht werden, denn es können weitere 3 Punkte gewonnen werden!

Ich habe bis jetzt nur die 1. und 2. Halbzeit mit den Kindern durchgeführt. Die 3. Halbzeit folgt diesen Freitag! Ich bin gespannt, was sie zu dem Spiel denken. Ich habe bis jetzt nur von den Mädchen gehört, dass sie es richtig toll fanden, endlich mal eingebunden zu werden und mitspielen zu können. Aber von den Jungs wird auch bestimmt noch Kritik kommen - denn sie können nicht so spielen, wie sie wollen mit den Regeln!

Ich versuche dann mit den Kindern Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten und das Spiel nächste Wochen noch einmal zu machen!

01November
2013

Halloween

Vorgestern war bei uns auch Halloween - und die geben sich hier richtig Mühe! Nicht so wie wir mit unseren selbstgemachten Kostümen...die kaufen oder leihen sich hier immer welche und geben da auch wirklich viel Geld für aus (so 20-50 Euro). Aber es ist wirklich schön, die kleinen Kinder zu bewundern. Für die Mütter ist es auch wirklich wichtig, dass ihre Kinder besonders hübsch und süß sind! Und süß sind sie echt - genießt die Fotos! Die Fotos am Anfang sind aus meiner Schule, die danach aus dem Unicentro (Shoppingcenter), wo die Familien hingegangen sind, um sich die Konkurrenz anzugucken und natürlich Süßigkeiten zu sammeln!

Mein Favorit ist übrigens der kleine dicke grüne Junge! Eurer? ;)

 

19Oktober
2013

Einweihungsfest!

Diese Woche Mittwoch gab es eine große Einweihnungsfeier in meiner einen Schule. Und zwar, weil das Gebäude in den letzten drei Monaten komplett neu gestrichen wurde, es gibt neue Klassenzimmer und der Schulhof wurde verschönert - alles mit Geldern des Staates. Das Gebäude steht nämlich unter einer Art Denkmalschutz, weil es schon über 60 Jahre alt ist.

Zu dem Einweihungsfest wurden die Lehrer der anderen Teile der Schule eingeladen (es gibt 6 verschiedene Schulgebäude über die ganze Stadt verstreut), ein paar representative Schulklassen und natürlich auch die Eltern. Von denen kamen zwar nicht so viele, aber der Schulhof war gut gefüllt. Und es gab beeindruckendeTanzaufführungen, ein Orchester und ein Mädchen hat wunderschön gesungen. Echt erstaunlich, was diese kleinen Kinder können!!

15Oktober
2013

Medellín

Ich habe jetzt eine endlich etwas Zeit gefunden, um mich dem Blogeintrag über Medellín zu widmen.

Wir sind am Donnerstag morgen so gegen 8 Uhr in Medellín angekommen, nach ungefähr 9-10 Stunden im Bus (die ich Gott sei Dank auch fast ganz verschlafen habe). Der erste Eindruck von der Stadt war schon echt überwältigend - es ist eine so riesige Stadt! Und überall sind Menschen, Autos, Busse, Motorräder, ... einfach ein großes Chaos, in dem man sich wahnsinnig schnell verlieren kann!

Nachdem wir in unserem Hotel angekommen sind (1 Zimmer für uns 5 - auch mal eine neue Erfahrung), ging es ziemlich schnell los in Zentrum und zwar direkt zu dem zentralen Platz, auf dem man die berühmten Dicke-Frauen-Statuen des Künstlers Botero finden kann. Echt schön der Platz! Die Figuren natürlich auch. Und wir haben danach noch das Museum von Botero besichtigt, in dem seine Bilder hängen.

Danach sind wir noch in dem Zentrum rumgelaufen (ein wirkliches Shoppingparadies) und dann früh zurück zum Hotel gegangen. Das Motto der Familie ist nämlich: Früh ins Bett, früh aufstehen! Also waren wir schon um 9 Uhr schlafen.

Dafür hieß es dann aber am Freitag um 7 Uhr aufstehen - da hat man richtig was vom Tag! Wir sind am Freitag morgen mit der Metro (die Bahn in Medellin - es gibt 2 Linien und dazu noch Seilbahnen - eine echte Atraktion für die anderen!) etwas aus dem Zentrum rausgefahren, um eine Bibliothek zu besichtigen. Dabei sind wir über die gefährlichen Bereiche gefahren, die sogenannten Comunas, in denen regelmäßig Menschen umgebracht werden :O unheimlich...

Das schwarze Gebäude ist die Bibliothek, die Medellin von den Spaniern geschenkt wurde - eine Art Ausgleich für die schlimme Ausbeutung während der Kolonisation. Sie ist auch wirklich schön von Innen und dort wird den den Menschen, die in diesem gefährlichen Viertel wohnen, die Möglichkeit zu kostenlosem Internet und Büchern gegeben! Chevere.

Am Nachmittag waren wir dann wieder in einem Shoppingcenter - ich habe mir ein schönes Kleid gekauft ;) , haben lecker gegessen und sind dann wieder relativ ins Hotel gegangen.

Am Samstag morgen hieß es wieder früh aufstehen und wir sind dann richtig auf Besichtigungstour gegangen! Zuerst waren wir im Parque Botanico, einem wunderschönen Pflanzenpark mit Schmetterlingshaus, See, Riesenheuschrecken und Wassersprühern!

Danach waren wir im Parque de los Deseos, wo sich jeder etwas wünschen konnte/musste. Ich darf euch natürlich nicht verraten was, dann erfüllt der Wunsch sich nicht!

Dann ging es weiter zum nächsten Park: El Parque de los Pies Descalzos (Der Park der barfüßigen Füße). Ein Park der nur dafür gebaut wurde, um dort seine Füße zu entspannen! Richtig cool. Mit Wasserbecken, Sandbecken, Steinen, ... Und natürlich haben Mariana und ich die Chance genutzt, uns wie Kinder zu benehmen und ein bisschen nass zu machen!

Danach waren wir nochmal im Zentrum, haben die Regierungsgebäude von Medellin von außen bewundert, außerdem den Platz de los Luces (s.u. mit den vielen Säulen) und waren nochmal im Zentrum, bevor wir dann wieder zurück zum Hotel gefahren sind. Ihr merkt, Samstag habe ich viel gesehen!

 Das Rathaus

Am Sonntag morgen waren wir dann noch in dem Pueblito Paisa, eine Art Nachbildung des Medellíns von früher. Von da aus hatten wir einen wunderschönen Ausblick über Medellin!

Dann waren wir nochmal in einem Shoppingcenter, dann das letzte Mal lecker Mittagessen und dann ging es auf zum Bahnhof, um den Bus nach Hause zu finden.

Die Fahrt hat 17 (!) Stunden gedauert - 14 nach Bogota und dann nochmal 3 nach Tunja. Wir sind nachmittags losgefahren und erst um halb 5 nachts in Tunja angekommen - wo uns dann direkt die schöne Eiseskälte begrüßt hat! Ich muss mich daran jetzt erst wieder gewöhnen, nach der perfekten Wärme im Urlaub!

Insgesamt waren es echt schöne Tage - und sie haben mich um viele Erfahrungen reicher gemacht :) Und vor allem auch der Familie noch näher gebracht...kommt automatisch bei einem Zimmer zu fünft!

15Oktober
2013

Bucaramanga

Samstag, den 05.10., sind wir mittags so gegen 2 Uhr in Richtung Barbossa gestartet, um dort nach Bucaramanga umzusteigen. Schon auf der Fahrt nach Barbossa hat man gemerkt, wie es langsam wärmer wurde - je mehr wir runtergefahren sind, desto wärmer wurde es! So schön. In Barbossa sind wir dann nach 3 Stunden ungefähr angekommen und dort direkt umgestiegen in einen Bus nach Bucaramanga, in dem wir dann 5-6 Stunden verbracht haben.

Kurz zur Erklärung: Das Reisen läuft hier vollständig über Busse ab! Es gab früher mal eine Zuglinie in Kolumbien, die aber wieder geschlossen wurde. Wegen den ganzen Bergen, Kurven und Höhenunterschieden ist es total unpraktisch eine Zuglinie zu bauen - deshalb läuft hier alles über Busse! Oder bei Fernreisen über Flugzeuge. Und die Busse haben hier auch nicht wirklich einen Plan - man muss einfach Glück haben und rechtzeitig ankommen, um den Anschlussbus zu erwischen. Und bis jetzt hatte ich echt immer Glück! Also das System funktioniert gut!

In Bucaramanga sind wir also mitten in der Nacht angekommen - und wurden direkt von einem Großcousin meiner Gastmutter abgeholt, bei dem wir die nächsten 4 Nächte verbracht haben. Sehr gastfreundlich! Und total lieb, auch seine Frau und sein Sohn.

Am ersten Tag sind wir zu einer kleinen Wanderung aufgebrochen - zu einem Kloster auf einem Berg in der Nähe von Bucaramanga (hoch sind wir mit dem Bus gefahren :D ). Dort oben gibt es eine wirklich schöne Kirche, in der wir auch direkt einen Gottesdienst genossen haben (es war ja Sonntag). Und danach haben dort schön gegessen und sind dann den Berg runtergewandert. Ein wunderschöner Ausblick! Und schön mit den ganzen Palmen - die bedeuten echt Urlaub für mich.

 Schön oder??

(Ich bin echt stolz auf mein Foto mit dem Schmetterling!)

Nachmittags sind wir nach Bucaramanga reingefahren (wir haben etwas außerhalb gewohnt), aber nicht ins Zentrum, sondern erstmal in ein Shoppingcenter. Das ist hier echt genauso, wie unsere Thiergalerie oder das Centro Oberhausen! Da haben wir uns dann mit Freunden von Mariana getroffen, waren mit ihnen in einer Spielhalle und haben abends noch was zusammen gegessen. Danach sind wir dann mit Rolando (unserem Gastgeber) zusammen nach Hause gefahren und dann ging es schnell ins Bett.

 Bucaramanga

Montag morgen haben wir eine Freundin von Viviana besucht, die in einem Vorort, Giron, (sehr schick) wohnt - und dort war es soo warm! Ich bin echt fast eingegangen. Vor allem, weil ich mir eine Erkältung eingefangen habe und nicht mehr durch die Nase atmen konnte...nervig. Die Freundin hat uns dann mit dem Auto in das Zentrum von Giron gebracht, dass genauso aussieht, wie Villa de Leyva! Nur in warm :D

 Eine Hexe- die Menschen haben wirklich Angst vor ihr!

Nachmittags waren wir dann endlich mal im Zentrum von Bucaramanga - sehr chaotisch, voll mit Menschen und Verkehr. Eben eine typische Großstadt! Schön an Bucaramanga sind die Parks, die man fast überall findet - Bucaramanga ist dafür bekannt.

Und ich habe Hormigas gegessen!! (Riesenameisen) Sehr lecker - aber ein klein bisschen ekelig!

Am Dienstag morgen waren wir Schuhe shoppen in deinem Barrio, das für seine Schuhläden bekannt ist. Mittags waren wir schwimmen bei der Freundin von Viviana und nachmittags nochmal in einem Shoppingcenter, wo wir uns mit einer anderen Freundin von Mariana getroffen haben. Bei der haben ich und Mariana dann direkt mal übernachtet, sodass wir erst Mittwoch morgens zurück "nach Hause" gekommen sind. Und um diese Uhrzeit war es soo heiß! Ich war noch nie so froh über eine kalte Dusche!

Nachmittags waren wir nochmal in einem Centro Comercial und haben da deutsche Kekse und ein Bitburger gekauft! Lecker!

Und abends um 10 Uhr sind wir dann in den Bus nach Medellín gestiegen. Der Eintrag über Medellin folgt am Mittwoch, ich muss jetzt nämlich schnell ins Bett. Morgen heißt es um 5:30 aufstehen! Aber ich verspreche euch, der Eintrag kommt. Und wahrscheinlich reicht euch der Texte jetzt auch erstmal! :*

 

15Oktober
2013

Wieder zurück

Heute morgen um 5 Uhr sind wir wieder zurückgekommen...nach 17 Stunden Busfahrt! Gott sei Dank konnte ich den Großteil schlafend verbringen. Und trotzdem war ich heute echt noch müde...aber das ist klar, nach einer so anstrengenden Woche!

Da ich in zwei Städten, Bucaramanga und Medellin, war, mache ich zwei Blogeinträge. Jede Stadt bekommt einen eigenen! Und ich fange mit Bucaramanga an, da ich da zuerst war :) Viel Spaß beim Lesen!

04Oktober
2013

Vacaciones!

Ihr Lieben, ich möchte euch nur kurz Bescheid sagen, dass ich in der nächsten Woche mit meiner Familie reisen werde - nach Bucaramanga und nach Medellin. Das heißt, dass ich schlecht erreichbar sein werde (oder auch gar nicht), also macht euch keine Sorgen, wenn ich nicht antworte. Der nächste Blogeintrag wird dann voll mit schönen Bildern - ich freu mich schon soo! Wir fahren Samstag morgens hin und kommen Sonntag abends wieder zurück. Zumindest ist so der Plan - aber der ändert sich hier stündlich!

01Oktober
2013

Und das nächste Wochenende

Auch dieses Wochenende ist wahnsinnig schnell verflogen - ich habe bis jetzt noch nicht einmal Zeit gehabt, um den Blogeintrag zu schreiben. Aber jetzt:

Freitag war ich mit meiner Gastschwester und ihren Freunden feiern - anlässlich des Geburtstages von Mariana, der aber absurderweise erst gestern war. Mit dem vorher Feiern haben die hier kein Problem. Sie hat mir auch nicht geglaubt, dass das Unglück bringt.

Samstag morgen haben wir eine große Einkaufsrunde durch Tunja gemacht. Nachmittags war ich bei Katha (die einen sehr leckeren Kuchen gebacken hat) und dann sind wir abends zusammen mit den anderen etwas leckeres Essen gegangen - in einer Bar, die lustigerweise Bruder heißt. Und danach ging es noch ins Berlin (eine Disko), aber das war eher kurz, weil wir alle ziemlich müde waren.

Sonntag war ein richtiger Ausflugstag! Wir sind mit Carolina, einer kolumbianischen Freundin von Leonie, hier in der Gegend herumgefahren und haben uns drei bekannte Dörfchen angeguckt: Tuta, Duitama und Nobsa!

Hier sind ein paar Fotos: 

 Tuta Der Markt in Tuta  freilaufende Kühe  Das bis jetzt beste Essen! Ein Laden mit den typischen Ruanas  Nobsa  

Montag morgen war ich ziemlich beschäftigt mit Skypen und ein paar Sachen erledigen. Nachmittags war ich dann in der Schule und abends haben wir mit Mariana Geburtstag "gefeiert" - wir waren lecker Hamburger essen und danach im Kino. In El Conjuro, auf deutsch  The Conjurin- Die Heimsuchung... und wer mich kennt, der weiß, dass Horrorfilme eigentlich echt nichts für mich sind! War im Nachhinein aber ganz lustig, nur zwischendrin ein bisschen ungemütlich ;)

23Sept
2013

Wieder ein Wochenende verflogen!

Das war jetzt das fünfte Wochenende hier und auch das ist wahnsinnig schnell vorbei gegangen! Die Zeit verfliegt hier im Moment rasend schnell, was ja eigentlich ein sehr gutes Zeichen ist :)

Freitag morgen war ich in der Schule-anstrengend wie immer, aber irgendwie sehr produktiv (was hier schon fast eine Seltenheit ist). Am Nachmittag habe ich mich mit der Schulpsychologin getroffen, die meine neue Freundin an den Schulen ist ;)  Ich war bei ihr Zuhause, wir haben viel gequatscht und zusammen gekocht und gegessen - echt ein netter Nachmittag! Um kurz nach 9 war ich dann wieder Zuhause und so müde (und erkältet), dass ich keine Lust mehr hatte, was zu unternehmen.

Samstag sind wir nach Sachica gefahren, das Dorf, in dem die anderen 4 Freiwilligen wohnen. Es ist so schön da - wie in Spanien unsere Ferienwohnungen! Susi und Johannes wohnen zu zweit in einem Apartment in einem wunderschönen Hotel, Katharina und Noel sind auch in Gastfamilien. Sachica an sich ist echt beschaulich, man kann in 10 Minuten durch das ganze Dorf laufen. Aber es ist schön! Und vor allem ruhig genug, dass man sich dort wie im Urlaub in einer Hängematte super entspannen kann. Es ist ungefähr 1h von Tunja entfernt mit dem Bus, sodass wir da bestimmt jetzt mal öfter hinfahren werden.

 Das Hotel von Susi und Johannes  Ihr Balkon mit Hängematte Der Innenhof   In Sachica  Die berühmte Zwiebel  Der  Minishop- wirklich sehr klein!

Sonntag habe ich mich mit "Freunden" (eher Kontakte über eine lange Kette) von meinem Vater aus Spanien getroffen, die hier in Tunja wohnen. War ein richtig schöner Tag, weil wir total viel besichtigt haben. Wir waren zuerst in Villa de Leyva essen (wo wir schon am ersten Sonntag zur fiesta de las cometas waren) und danach sind wir nach Raquira gefahren, ein richtig schönes Dörfchen, in dem man richtig gut shoppen kann - also einheimisches Shopping! Ich habe leider meine Kamera vergessen, sodass ich euch erstmal nur Bilder aus dem Internet bieten (vielleicht bekomme ich noch von der Familie die Fotos von deren Kamera).

Die Familie hat mir dann dort sogar eine Tasche geschenkt! So großzügig!! Es ist eine von diesen typischen Taschen der indigenas hier - meine neue Lieblingstasche!

Abends war ich dann noch mit Mariana im Fußballstadion. Die Stimmung war da noch nicht so bombastisch, weil es ein ziemlich unwichtiges Spiel war. Aber es war trotzdem lustig - man sieht nur einen kleinen Unterschied zum Westfalenstadion ;)

20Sept
2013

Neue Videos!

Guckt mal, es gibt zwei neue Videos von der Stadt hier:

Das Erste ist von Mirco: http://vimeo.com/74801822

Und das andere ist von Doro. Ihr müsst ein bisschen auf dem Blog runterscrollen: http://ichbinjanichtausderwelt.wordpress.com/

Die Videos zeigen gut, wie es hier aussieht! Und sind auch echt gut zusammengebastelt :)

Auf dieser Seite werden lediglich die 35 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.